Universitätskirche St. Nikolai

St. Nikolai – ein Freiraum in der Universität


Seit 1822 dient St. Nikolai der Georg-August-Universität Göttingen als Universitätskirche – und damit als ein Ort, an dem sich Glaube und Wissenschaft begegnen.
Dazu kommt es bei verschiedenen Gelegenheiten:

  • Jeden Sonntag sowie an bestimmten Feiertagen während der Vorlesungszeit wird ein Universitätsgottesdienst gefeiert; er beginnt in der Regel um 11.30 Uhr.
  • Mehrfach im Semester finden Konzerte statt; dabei gelangt Musik verschiedener Epochen und Stilrichtungen zur Aufführung.
  • In größeren Abständen werden Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt, die den interdisziplinären Austausch zwischen den Wissenschaften befördern.
  • Bei verschiedenen Gelegenheiten wird St. Nikolai zum Raum für Ausstellungen und Installationen im Schnittfeld von Kunst und Glaube.


Die Universitätskirche ist eine Einrichtung evangelisch-lutherischen Bekenntnisses. Als solche ist sie dem ökumenischen Gespräch verpflichtet und offen für Gäste, die sich anderen Religionen oder Weltanschauungen verbunden wissen.


»PARADOXA«


Das Motto »Paradoxa« rückt das Semesterprogramm der Universitätskirche in das Licht des Weihnachtsfestes. Anlass dazu gibt der Plan der Universitätsmusik, alle sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach nacheinander an den jeweils vorgesehenen Festtagen (25.12.–6.1.) aufzuführen. Dass Gott in einem Kind offenbar wird, dass Gottes Herrlichkeit inmitten menschlicher Armut aufleuchtet, ist ja nur eins der vielen Paradoxa, die der Glaube Menschen sehen
lässt. So wollen wir in den Gottesdiensten des Wintersemesters der Frage nachgehen, wo überall vom Evangelium ein Licht ausgeht, das der Welt »ein‘ neuen Schein« (M. Luther) gibt und herkömmliche Sichtweisen auf das Leben verwandelt.